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Stationäre Wirbelschicht zur Entsorgung von Industrie- und Klärschlamm

Klärschlamm - der "ungeliebte Rest"

Seit Jahrzehnten ist es üblich und verpflichtend, kommunale oder industrielle Abwässer auf immer strenger werdende Reinigungsziele hin zu klären. Der dabei anfallende Klärschlamm entwickelte sich in dieser Zeit von einem früher als natürlich angesehenen Düngemittel zu einem "ungeliebten Rest", da

- aufgrund gesetzlicher Regelungen die Nutzung von Klärschlämmen in der Landwirtschaft weitestgehend unterbunden wurde und in Kürze gänzlich untersagt wird.

- häufig keine ausreichenden Deponieflächen verfügbar oder genehmigungsfähig sind.

Aus diesen Gründen wurden für diese Reststoffe alternative Entsorgungswege erforderlich. Einer davon ist die Verbrennung der Schlämme bei Temperaturen von >850 °C und gleichzeitig deren Energiegehalt thermisch zu verwerten. Hier hat sich die Technologie der "stationären Wirbelschicht" bewährt und durchgesetzt. Die überwiegende Anzahl der modernen Verbrennungsanlagen ist mit stationären Wirbelschichtöfen ausgerüstet. Diese Öfen zeichnen sich durch sehr guten Wärme- und Stoffübergang und somit ideale Feuerungsbedingungen aus. In Kombination mit einer individuell angepassten trockenen, quasi-trockenen oder nassen Rauchgasreinigungsanlage werden die strengen gesetzlichen Emissionsvorgaben strikt eingehalten.

Envirotherm verfügt sowohl über die von LURGI als auch über die von Bamag entwickelten Wirbelschichttechnologien zur Entsorgung von industriellen und kommunalen (Klär-) Schlämmen. Beide Verfahren stellen erprobte, umweltverträgliche und auf die Schlammcharakteristik individuell zugeschnittene Möglichkeiten zur thermischen Verwertung dar und bieten für den Betreiber der Abwasserreinigungsanlagen sehr hohe Entsorgungssicherheit. Als Monoschlammverbrenner sind sie darüber hinaus die ideale Basis für künftige Phosphorrückgewinnung aus den erzeugten Aschen.

Weiterentwicklung der Verbrennungsanlagen hat dazu geführt, dass neben der primären Funktion der Entsorgung von Schlämmen durch effiziente Ausnutzung der latenten Wärme des Prozesses Strom erzeugt und/oder Fernwärme ausgekoppelt werden, ohne dabei die Betriebssicherheit zu vernachlässigen. Die Anlagen können in der Regel energieautark betrieben werden und darüber hinaus Strom und/oder Wärme in das öffentliche oder betreiberinterne Netz einspeisen.

Eine Anlage zur thermischen Verwertung von Klärschlämmen beinhaltet i. W. folgende, unten schematisch dargestellte Verfahresschritte:

  • Entwässerung/Vortrocknung
  • Verbrennung in der Wirbelschicht
  • Energieerzeugung (Heizwärme, Strom)
  • Abwasserreinigung
  • Rauchgasreinigung

Envirotherm verfügt über eine große Zahl von Referenzanlagen mit Durchsätzen bis zu 6 t/h Trockensubstanz (TS). Beispiele für Anlagen zur Klärschlammverbrennung und zur Entsorgung von Reststoffen aus der Papierindustrie finden Sie unter der Rubrik Referenzen.